Unterricht in Lernateliers
Selbstorganisiertes Lernen auf der Sekundarstrufe 1
Oberstufenzentrum Zollbrück, Gemeindeverband Schule Zollbrück
Beschrieb
Sämtliche Klassen des Einzugsgebietes wurden aus dezentralen Standorten im neuen Oberstufenzentrum zusammengezogen. Gleichzeitig wurde von einem separativen auf ein durchlässiges Sekundarstufenmodell mit gemischten Stammklassen umgestellt. Die grösste Entwicklung erfolgte jedoch im Bereich des Unterrichts. Der Bau mit seinen Lernlandschaften und dem Marktplatz ist auf das selbstorganisierte Lernen ausgerichtet.
Zeitraum
Von der ersten Idee bis zur Eröffnung des Oberstufenzentrums vergingen 8 Jahre (2017-2025)
Pädagogische Vision
Zusammenzug der Sekundarstufe 1 an einem Standort. Umstellung von einem separativen auf ein durchlässiges Sekundarstufenmodell und Umstellung des Unterrichts auf die Grundsätze des selbstorganisierten Lernens.
Beteiligte
- Schulleitung
- Lehrpersonen
- Lernende
- Hauswartung
- Behörde
- Architekt:innen
Einbezug Politik und Bevölkerung
Die Bevölkerung wurde zu Beginn mit einem Workshop in die Planung miteinbezogen. An regelmässigen Informationsveranstaltungen (mindestens 1x jährlich) wurde über den Stand der Planung orientiert.
- Initiator bei den politischen Entscheidungsträgern
- Mitglied der Arbeitsgruppe zur Erarbeitung der Grundlagen
- Mitglied der Baukommission
- Verantwortung Ausschreibung und Anschaffung des Mobiliars (BKP 900) in der Höhe von CHF 475'000
- Verfassen einer MAS-Arbeit als Argumentation zur Modellumstellung
- Kommunikation zu den Mitarbeitenden der Schulorganisation und der Bevölkerung
- Koordination der Weiterbildungsveranstaltung zur Umstellung auf SOL
- Personelle Besetzung des Kollegiums Oberstufenzentrum
- Aushandlung der Ressourcen mit der Schulaufsicht (Regionales Schulinspektorat)
Highlight
Beim Bauprojekt handelt es sich um einen Erweiterungsbau. Die bestehenden Räumlichkeiten wurden komplett saniert und mit einem Anbau erweitert. Die Erweiterung gliedert sich hervorragend in die gesamte Schulanlage ein. Die beiden Lernateliers mit je 300 m2 bilden das Herzstück der Erweiterung und ermöglichen einen Unterricht basierend auf den Grundsätzen des selbstorganisierten Lernens. Die angrenzenden Impulsräume (Total 6) sind mit kurzen Wegen erreichbar. In diesen Räumen findet weiterhin klassischer Unterricht statt. Im Marktplatz stehen diverse alternative Lernorte zur Verfügung, welche für kooperative Lernformen geeignet sind. Die Schule ist ein Ort der Begegnung.
Herausforderungen
Das geeignete Mobiliar zu finden und den genauen Bedarf zu definieren war weitaus aufwendiger als gedacht. Sowohl beim Bau, als auch bei der Ausgestaltung des pädagogischen Profils galt es unzählige Entscheidungen zu treffen. Die Übersicht zu bewahren war sehr anspruchsvoll.
Wie der Raum heute genutzt wird.
Wir sind sehr gut in das Schuljahr gestartet. Die Räumlichkeiten wurden von Beginn weg mit dem vorgesehenen Zweck genutzt. Für eine vertiefte Einschätzung ist die vergangene Zeitspanne schlichtweg zu kurz.
Tipps
- Alle Akteure von Beginn an miteinbeziehen und partizipieren lassen.
- Alle Akteure regelmässig über den Stand der Dinge informieren.
- Mut zu neuen Wegen haben
- Hilfe in Anspruch nehmen. Es gibt viele Fachleute in diversen Bereichen, welche zum Gelingen beitragen können.
Kontaktdaten
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| Weitere Kontaktangaben | 079 442 33 18 |