Mehr als Schule: Ein Raum für Lernen, Leben, Begegnung

Wenn die Schule zum Lebensraum wird

Mehr als Schule: Ein Raum für Lernen, Leben, Begegnung

Primarschule am Kwant, Eschlikon TG

Beschrieb

Der neue Schulraum in Eschlikon begegnet dem starken Wachstum der Schülerzahlen mit einer zeitgemässen Pädagogik. Im Kern wird der Raum als "dritter Pädagoge" verstanden, wo die Infrastruktur die pädagogische Strategie unterstützt. Dies umfasst die Anordnung der Klassenzimmer und Gruppenräume sowie das zentrale Atrium als Begegnungsort. Der Schulraum basiert auf der Vision, Kinder ganzheitlich auf die Zukunft vorzubereiten. Schwerpunkte sind die Stärkung überfachlicher Kompetenzen, fächerübergreifende Projekte, reale Lernsituationen, ein kompetenter Medienumgang und die Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeit. So wird die Schule zum Gestaltungs-, Lern- und Lebensraum, der vielfältige Erfahrungen und soziales Miteinander ermöglicht.

Zeitraum

Februar 2021 bis Juni 2025

Pädagogische Vision

Die Schule soll als Gestaltungs-, Lern- und Lebensraum dienen, der vielfältige Erfahrungen und soziales Zusammenleben bietet. Die Anordnungder Klassenzimmer mit den dazwischen geschalteten Gruppenräumen fördert die aktive Auseinandersetzung mit Lerninhalten, individuelle Förderung und ruhige Arbeitsphasen. Das Atrium dient als attraktiver Ort der Begegnung der den Austausch zwischen Kindern, Lehrpersonen und Eltern fördert und für vielfältige Aktivitäten genutzt werden kann.

Beteiligte

  • Schulleitung
  • Lehrpersonen
  • Lernende
  • Hauswartung
  • Behörde
  • Architekt:innen
  • Bauherrenberater

Einbezug Politik und Bevölkerung

Die politischen Parteien sowie die Bevölkerung wurden mehrfach zu Informationsveranstaltungen eingeladen. Dabei wurde über den aktuellen
Projektstand informiert, die pädagogische Vision vorgestellt und die Anliegen sowie Bedenken der direkten Anwohnerschaft aufgenommen.
Zusätzlich stand die Architektin bei jedem Anlass persönlich für Fragen und Gespräche zur Verfügung.

Als Schulleiter war ich Mitglied der Baukommission, wodurch ich stimmberechtigt war. Ich vertrat das pädagogische Konzept sowie die
Bedürfnisse des Teams und brachte diese aktiv in den Planungsprozess ein.

Highlight

Durch die Holzbauweise sowie das durchdachte Licht- und Farbkonzept ist eine angenehme, beruhigende Atmosphäre entstanden, die zum Wohlfühlen einlädt. Die Schulzimmer und Gruppenräume sind bewusst schlicht gestaltet und überzeugen durch ihre hervorragende Akustik.

Herausforderungen

Öffentliche Bauprojekte bringen stets vielfältige Herausforderungen mit sich: Vertrauen in der Bevölkerung aufbauen, das Risiko von Einsprachen minimieren, die Stimmbevölkerung einbeziehen sowie eine enge Zusammenarbeit zwischen Schule, Architekturbüro und Bauleitung sicherstellen. Dabei gilt es, pädagogische Bedürfnisse mit finanziellen Rahmenbedingungen in Einklang zu bringen und gleichzeitig Kreditvorgaben sowie Bauprogramm und Zeitplan einzuhalten.

Durch eine intensive, proaktive und transparente Öffentlichkeitsarbeit konnte das Vertrauen der Bevölkerung nachhaltig gestärkt werden. Die professionelle Begleitung durch eine Bauherrenvertretung ermöglichte eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Schulgemeinde, Architekturbüro und Bauleitung – ein entscheidender Beitrag zum erfolgreichen Gelingen des Bauvorhabens.

Wie der Raum heute genutzt wird.

Noch vor den Sommerferien haben wir gemeinsam mit den Kindern das neue Schulhaus „erobert". Während eines Vormittags wurden alle Klassen durch die neuen Räumlichkeiten geführt und konnten hautnah erleben, was in den vergangenen eineinhalb Jahren entstanden ist. Die Begeisterung war riesig. Die Kinder waren überwältigt von der Atmosphäre und den Möglichkeiten. Einige ihrer spontanen Reaktionen:

„Wow, das Schuälhuus isch würklich schö wordä!"

„Oh mein Gott, da gseht richtig geil us!"

„Mega schönä Usblick!"

„Da isch doch kei Schuäl, da isch eher äs Hotel."

„I wött gar nöd id Summerferiä. Am liäbschtä wür i gad im Schuälhuus schaffä."

Inzwischen sind die ersten Wochen im neuen Schulhaus vergangen – und es ist ein Traum, in diesen Räumen zu arbeiten.

Tipps

Beim Bau eines Schulhauses ist es aus meiner Sicht essenziell, dass sich die Architektur konsequent an der pädagogischen Vision und dem
pädagogischen Konzept orientiert. Der Schulbetrieb und die Bedürfnisse der Lernenden und Lehrenden müssen dabei im Zentrum stehen.

Kontaktdaten

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Telefon:

071 973 85 02

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