Forschungsreise zum eigenen Klassenzimmer

Wie sieht ein Lernraum aus, der wirklich zu uns passt?

Forschungsreise zum eigenen Klassenzimmer


Beschrieb

Diese Frage stellte sich die altersgemischte Mittelstufe (4.–6. Klasse «blau») in Trogen – und machte sich auf eine Forschungsreise.

Im Rahmen einer Schulraumerweiterung (Modulbau mit 4 Klassen und 2 Gruppenräumen) entschied ein Klassenlehrer, die Neugestaltung des Klassenzimmers im Rahmen eines Unterrichtsprojekts als Partizipative Lernraumentwicklung durchzuführen. Dazu unternahmen die Schülerinnen und Schüler folgenden Prozess:

  • Hospitationen in anderen Schulen und Besuche bei Möbelherstellern
  • Austausch mit einer Neuropädiaterin: Was brauche ich, um gut zu lernen?
  • Bau von Prototypen und Testen von Einrichtungsideen
  • Kostenplanung und Antrag an Schulleitung und Schulkommission

Zeitraum

April 2024 – Dezember 2024

Pädagogische Vision

Ein Lernraum, der die Bedürfnisse der Kinder widerspiegelt. Aufbau und Erweiterung der mentalen Kompetenzen – Selbsteinschätzung «was brauche ich, um gut zu lernen» mit Hilfe des Buchs «Dein Kopf. Der Superheld» vom Wouter de Jong / pädagogisch-didaktischer Ansatz: Service Learning

Beteiligte

  • Schulleitung
  • Lehrpersonen
  • Lernende
  • Hauswartung
  • Behörde
  • Architekt:innen

Einbezug Politik und Bevölkerung

Der Klassenlehrer hat sein Lernprojekt vorgängig der Schulkommission vorgestellt, da er im Rahmen einer Schulinternen Fortbildung zu lernförderlicher Raumgestaltung «Der Raum als 3. Pädagoge» zu diesem partizipativen Ansatz fand, um die Kinder ins Zentrum der Überlegungen als Akteure des Prozess miteinzubeziehen. Eltern wurden im Rahmen des Elternabends vorgängig zu den Schulhospitationen abgeholt.

Genehmigung des Prozesses, Genehmigung des Antrags der Schülerinnen und Schüler

Highlight

Identifikation der Kinder mit ihrem Klassenzimmer. Modulare Gestaltung. Persönliche Rückzugsorte wie auch ein Bereich für die Klassengemeinschaft waren wichtige Elemente für die Kinder, welche sie nun auch aktiv nutzen. Nebeneffekt: ein Besuch bei einem Büromöbelhersteller war für die Kinder sehr spannend, in die Arbeitswelt einzutauchen

Herausforderungen

Obwohl mehrere Klassen in den neuen Modulbau zogen, es eine Schulinterne Fortbildung zum Thema Lernräume gab, hat nur ein Klassenlehrer sich für den Weg der partizipativen Lernraumentwicklung entschieden und ein Unterrichtsprojekt geplant. Auch für mich als Schulleiterin war es ein persönlicher mindset-shift, die Partizipation zuzulassen, wohl wissend, dass ich nicht alle Kinderwünsche erfüllen kann. Wie also mit den Kindern den Weg gehen, dass sie verstehen: Lösungen müssen in die finanziellen und konzeptionellen Rahmenbedingungen der Schule/Gemeinde passen?

Wie der Raum heute genutzt wird.

Jeden Tag als Klassenzimmer ☺

Tipps

Es ist von Vorteil, wenn Kinder bereits mit partizipativen Prozessen vertraut sind (aktiver Klassenrat, SuS Rat, Vollversammlung)

Kontaktdaten

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