Lernzeit bekommt Raum
Eine Kleinstschule im Appenzellerland zeigt, wie schlichte Räume grosse Wirkung entfalten
Schule Schwellbrunn, AR
Beschrieb
Das 9. Schuljahr im Neubau der Schule Grentschel wird für unsere Schüler:innen zu einem besonderen Abschnitt. Die drei Klassenzimmer bilden ihre «Homebase», ergänzt durch Coachingräume für Austausch, Einzelarbeitsräume für ruhiges Lernen und das Atrium als Begegnungszone. Hier können die Jugendlichen Motivation bewahren, Verantwortung übernehmen, selbstständig arbeiten und Zukunft gestalten - unterstützt durch Selbstorganisiertes Lernen (SOL), Workshops und unser Abschlussprojekt «Design dich» mit Design Thinking.
Zeitraum
April 2022 bis Juli 2025 (inkl. Volksabstimmung)
Pädagogische Vision
Wir wollten lebendige Räume schaffen, die Eigenaktivität fördern, Zusammenarbeit anregen und projektartigen Unterricht ebenso wie individuelle Begleitung ermöglichen. Entscheidend war, dass sich die Räume den Lernenden anpassen – und nicht umgekehrt.
Beteiligte
- Schulleitung
- Lehrpersonen
- Lernende
- Hauswartung
- Behörde
- Architekt:innen
- Weitere: kleine Baukommission mit grossen Kompetenzen
Einbezug Politik und Bevölkerung
Zwei öffentliche Versammlungen im Vorfeld der Volksabstimmung.
Die Schulleitung war Teil einer «kleinen Baukommission mit grossen Kompetenzen» und trug so direkte Verantwortung für zentrale Entscheidungen. Bei der Möblierung hatte sie innerhalb des Budgets freie Hand und nutzte diese, um zusammen mit Lehrpersonen – und punktuell auch mit Lernenden – clevere Lösungen zu entwickeln. So floss pädagogisches Know-how unmittelbar in die Raumgestaltung ein.
Die Schulleitung war Teil einer «kleinen Baukommission mit grossen Kompetenzen» und trug so direkte Verantwortung für zentrale Entscheidungen. Bei der Möblierung hatte sie innerhalb des Budgets freie Hand und nutzte diese, um zusammen mit Lehrpersonen – und punktuell auch mit Lernenden – clevere Lösungen zu entwickeln. So floss pädagogisches Know-how unmittelbar in die Raumgestaltung ein.
Highlight
Besonders gelungen ist die enge Verknüpfung von Raumgestaltung und Pädagogik: Die Räume machen 21st Century Skills erfahrbar, geben Lerncoaching und Lernzeit einen passenden Rahmen und lassen sich flexibel für unterschiedliche Lernformen nutzen.
Herausforderungen
Die Balance zwischen finanziellen Grenzen, pädagogischen Ansprüchen und Träumen. Lösungen blieben bewusst pragmatisch – und gerade dadurch funktional und lebendig.
Wie der Raum heute genutzt wird.
Vielseitigkeit prägt die Räume. Die Primarschüler:innen lieben die wabenartigen Nischen, und in der Oberstufe gilt der Kreis aus sechs bogenförmigen Elementen für stehende Inputs als Herzstück.
Tipps
- Räume nicht «fertigdenken» – sie sollen wachsen können
- Es reicht, für zwei Drittel der Schülerinnen und Schüler Einzelpulte anzuschaffen
- Beteiligung der Lernenden lohnt sich, und Konzepte sollten offen bleiben für neue Generationen
- Mit schlichten, flexiblen Lösungen entsteht mehr Wirkung als mit aufwendigen Bauten
Kontaktdaten
| E-Mail-Adresse: | Bitte Javascript aktivieren! | Bitte Javascript aktivieren! Claudio Nef |
| Telefon: | 071 352 75 81 |
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