Wenn Lehrpersonen Innenräume neu definieren
Raumkonzept begünstigt und fördert den Einsatz verschiedener Unterrichtsformen
Oberstufe Schule Walenstadt, SG
Beschrieb
Das Ziel war es, eine Lernlandschaft pro Jahrgang zu erstellen. Dabei wurde darauf geachtet, dass verschiedene Unterrichtsformen möglich sind bzw. aktiv gefördert werden.
Zeitraum
Juni 2019 bis Juli 2021
Pädagogische Vision
Wir waren überzeugt, dass Schulräume heute anders aussehen sollten. Doch wie, dies war unklar. Nach Literaturstudium und den Einbezug von eigenen Erfahrungen wurde dies in einem gemeinsamen Prozess definiert.
Beteiligte
- Schulleitung
- Lehrpersonen
- Lernende
- Hauswartung
- Behörde
- Architekt:innen
Einbezug Politik und Bevölkerung
Während der Pandemie war dies sehr schwierig. Weder die Bevölkerung noch die Parteien wurden genügend einbezogen. Dies wurde dann beim neusten Projekt anders angegangen. In der Planungsphase des kommenden Umbaus wurden alle Parteien, Lehrpersonen und der Gemeinderat in einem gemeinsamen Workshop einbezogen.
Die Lehrpersonen und die Schulleitung formulierten / skizzierten ihre Ideen via PowerPoint den Architekten, Gemeinderat und Baukommission. Diese PP war die Grundlage des Projekts. Anschliessend wurde eine Lehrpersonengruppe gebildet, welche beratend die Baukommission unterstützte.
Die Lehrpersonen und die Schulleitung formulierten / skizzierten ihre Ideen via PowerPoint den Architekten, Gemeinderat und Baukommission. Diese PP war die Grundlage des Projekts. Anschliessend wurde eine Lehrpersonengruppe gebildet, welche beratend die Baukommission unterstützte.
Highlight
Die Räume sind hell, übersichtlich, ansprechend und lassen verschiedene Unterrichtsformen zu. Durch die Raumanordnung hat sich die Zusammenarbeit im Team gesteigert.
Der Aussenraum ist ein erweiterter Arbeitsraum und nicht nur Pausenzone. Deshalb wurden auch Arbeitsmöglichkeiten sowie Waldschulzimmer errichtet und eingeplant.
Der Aussenraum ist ein erweiterter Arbeitsraum und nicht nur Pausenzone. Deshalb wurden auch Arbeitsmöglichkeiten sowie Waldschulzimmer errichtet und eingeplant.
Herausforderungen
Das Vorprojekt, welche der Bevölkerung zur Abstimmung vorgelegt wurde, wurde ohne Einbezug der Lehrpersonen erstellt. Im letzten Moment konnten die Innenräume dann doch noch nach Vorstellung der Lehrpersonen und der Schulleitung angepasst werden. Daher musste das pädagogische Konzept gleichzeitig wie die Raumaufteilung definiert werden. Idealerweise hätte man zuerst das pädagogische Konzept definiert und dann die Raumaufteilung bearbeitet. Dafür war eine grosse Motivation von Seiten der Lehrpersonen vorhanden. Der enge Zeitplan half, dass es nicht nur bei einer Vision blieb, sondern unmittelbar umgesetzt wurde.
Wie der Raum heute genutzt wird.
Der Unterricht entwickelt sich stetig weiter und hat sich durch die Räumlichkeiten verändert bzw. ist vielfältiger geworden. Die Trennung zwischen Real und Sekschüler:innen wird immer «schwammiger».
Tipps
- Veränderung braucht oftmals eine gewisse «Radikalität». Dafür muss jedoch der grösste Teil des Teams von Anfang an mitziehen.
- Schulbauvorhaben sind grosse Chancen für die Schulentwicklung und die Positionierung der Schulen. Daher ist es von grosser Bedeutung, dass die betroffenen Personen einbezogen werden. Auch sollten zeitliche Ressourcen für die Lehrpersonen eingeplant werden.
Das möchte ich auch noch sagen:
- In den Schulentwicklungsprojekten (dazu gehört auch Umbau /Neubauten) wurde jeweils festgelegt wie viel Zeit eine Lehrperson für welches Thema zur Verfügung hat. Es handelt sich jeweils um bezahlte Entwicklungszeitfenster. Ansonsten investieren Lehrpersonen oftmals zu viel Zeit oder verlieren sich in Details.
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Kontaktdaten
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