Schulraum wird zum Lern- und Bewegungsraum
Unsere Vision bestimmt den Raum - Unser Raum bestimmt das Lernen
Primarschule Altstätten SG
Beschrieb
Die von der Schule formulierte Vision (Film auf Youtube) ist Grundlage des Architekturwettbewerbs und soll sich im Bau durchgehend widerspiegeln. Ganz im Sinne «Der Raum als dritter Pädagoge» (Loris Malaguzzi) sollen aktuelle pädagogische Entwicklungen wie individualisierter und kollaborativer Unterricht, selbstorganisiertes und offenes Lernen, Unterricht im Teamteaching und Projektunterricht in hohem Mass berücksichtigt werden. Das ganze Schulhaus wird grundsätzlich zum Lernraum.
Die Erschliessung der beiden Gebäude von aussen nach innen ist kreativ und beinhaltet verspielte Elemente. Die Verspieltheit soll bereits von aussen sichtbar werden.
Pädagogisches Konzept:
ClusterschuleLernen und Lehren sind stark in Veränderung. Die neuesten Erkenntnisse der Hirnforschung verlangen Lernarrangements, in denen sich Kinder selbständig und selbsttätig mit Aufgaben in verschiedenen Sozialformen (Einzelarbeit, Partnerarbeit, Gruppenarbeit) auseinandersetzen. Die Lehrperson unterstützt die Lernenden als Lerncoach. Das Schulgebäude muss eine Vielfalt von Lern- und Betreuungsformen zulassen und unterstützen. Die beiden Bereiche «Lernen-Arbeiten» und «Erholung-Tagesstruktur» sollen für alle getrennt sein, um Lärmemissionen zu verhindern und Rückzugsorte zu ermöglichen.
Im Bereich «Lernen-Arbeiten» sollen in sich die Verbindungen vorhanden sein. Ebenfalls sollen gut funktionierende Verbindungen vom Bereich «Erholung-Tagesstruktur» nach aussen gewährleistet werden. Die Räumlichkeiten der Lehrpersonen sollen zum Arbeiten, auch als Co-Working Space und zum Erholen einladen.
Das Herzstück eines Clusters sind die Lernlandschaften. Diese sollen als Erschliessungs- und Bewegungsraum, Gruppenarbeits- und Aufenthaltsraum, Raum für offene Unterrichtsformen und Versammlungsraum dienen. Begegnung und klassenübergreifendes Arbeiten sind möglich. Sichtverbindungen von den Klassenräumen in die Lernlandschaft ermöglichen selbständiges Arbeiten der Kinder ohne Lehrperson, wobei die Aufsicht und der Kontakt weiterhin gehalten werden können.
Die Durchlässigkeit zwischen den Räumen soll graduell dosiert werden können. Trotz aller Transparenz sollen die Unterrichtsräume idealerweise als schalltechnisch entkoppelte Einheiten fungieren. Die Geborgenheit im eigenen Raum ist für die einzelnen Schülerinnen und Schüler besonders wichtig. Jede Klasse soll sich in ihren eigenen Raum zurückziehen können, um den eigenen Arbeits- und Lernprozessen nachzugehen. Rückzugsmöglichkeiten im Modul bei gleichzeitigem Überblick durch die Lehrperson lassen das Gefühl der Behütetheit erfahren.
Die Verkehrsflächen in einem Modul sind idealerweise völlig in die Nutzfläche integriert. Vermehrte Bewegung der Kinder eines Moduls zwischen den Räumen ist möglich und erwünscht. Jedoch ist Durchgangsverkehr anderer Schülerinnen und Schüler zu vermeiden.
Die Erschliessung der beiden Gebäude von aussen nach innen ist kreativ und beinhaltet verspielte Elemente. Die Verspieltheit soll bereits von aussen sichtbar werden.
Pädagogisches Konzept:
ClusterschuleLernen und Lehren sind stark in Veränderung. Die neuesten Erkenntnisse der Hirnforschung verlangen Lernarrangements, in denen sich Kinder selbständig und selbsttätig mit Aufgaben in verschiedenen Sozialformen (Einzelarbeit, Partnerarbeit, Gruppenarbeit) auseinandersetzen. Die Lehrperson unterstützt die Lernenden als Lerncoach. Das Schulgebäude muss eine Vielfalt von Lern- und Betreuungsformen zulassen und unterstützen. Die beiden Bereiche «Lernen-Arbeiten» und «Erholung-Tagesstruktur» sollen für alle getrennt sein, um Lärmemissionen zu verhindern und Rückzugsorte zu ermöglichen.
Im Bereich «Lernen-Arbeiten» sollen in sich die Verbindungen vorhanden sein. Ebenfalls sollen gut funktionierende Verbindungen vom Bereich «Erholung-Tagesstruktur» nach aussen gewährleistet werden. Die Räumlichkeiten der Lehrpersonen sollen zum Arbeiten, auch als Co-Working Space und zum Erholen einladen.
Das Herzstück eines Clusters sind die Lernlandschaften. Diese sollen als Erschliessungs- und Bewegungsraum, Gruppenarbeits- und Aufenthaltsraum, Raum für offene Unterrichtsformen und Versammlungsraum dienen. Begegnung und klassenübergreifendes Arbeiten sind möglich. Sichtverbindungen von den Klassenräumen in die Lernlandschaft ermöglichen selbständiges Arbeiten der Kinder ohne Lehrperson, wobei die Aufsicht und der Kontakt weiterhin gehalten werden können.
Die Durchlässigkeit zwischen den Räumen soll graduell dosiert werden können. Trotz aller Transparenz sollen die Unterrichtsräume idealerweise als schalltechnisch entkoppelte Einheiten fungieren. Die Geborgenheit im eigenen Raum ist für die einzelnen Schülerinnen und Schüler besonders wichtig. Jede Klasse soll sich in ihren eigenen Raum zurückziehen können, um den eigenen Arbeits- und Lernprozessen nachzugehen. Rückzugsmöglichkeiten im Modul bei gleichzeitigem Überblick durch die Lehrperson lassen das Gefühl der Behütetheit erfahren.
Die Verkehrsflächen in einem Modul sind idealerweise völlig in die Nutzfläche integriert. Vermehrte Bewegung der Kinder eines Moduls zwischen den Räumen ist möglich und erwünscht. Jedoch ist Durchgangsverkehr anderer Schülerinnen und Schüler zu vermeiden.
Zeitraum
Sommer 2021 bis Sommer 2027
Pädagogische Vision
Die Vision der Schule (Film auf Youtube) ist Grundlage des Architekturwettbewerbs und soll sich im Bau durchgehend widerspiegeln. Ganz im Sinne «Der Raum als dritter Pädagoge» (Loris Malaguzzi) sollen aktuelle pädagogische Entwicklungen berücksichtigt werden.
Beteiligte
- Schulleitung
- Lehrpersonen
- Lernende
- Hauswartung
- Behörde
- Architekt:innen
- externer Berater
Einbezug Politik und Bevölkerung
Informationsveranstaltung Oktober 2023 für Bevölkerung
Die Bevölkerung wurde über den Planungsstand, die Wettbewerbsauswahl und das weitere Vorgehen informiert. Die Anwohner wurden in einer separaten Veranstaltung von der Behörde abgeholt.
Highlight
Es entstehen total 5 grosszügige Lernlandschaften mit Sichtverbindung/Transparenz in die Schulzimmer.
Ausgewogenheit Innen- /Aussenraum
Die beiden Aussenterrassen im Obergeschoss sind bei trockenem Wetter jederzeit zugängliche Lernorte, welche von den Kindern rege genutzt werden. Die überdachte Loggia im Erdgeschoss ist ebenfalls ein direkt zugänglicher Lernort. Der Brunnen im überdachten Aussenbereich regt zum Spiel und entdeckenden Lernen an. Der alte Baumbestand im Aussen wird durch die Böden, Wände und Decken aus Holz aufgenommen und schafft so ein naturverbundenes Raumgefühl.
Herausforderungen
Die Schulleitungen waren gefordert, ihre Vorstellungen mit Expertise einzubringen und aufzuzeigen, was Lernen derzeit nach neuesten Erkenntnissen bedeutet resp. benötigt. Der ganze Prozess verlief grundsätzlich sehr konstruktiv und harmonisch, gerade wohl auch, weil frühzeitig die verschiedenen Anspruchsgruppen involviert waren.
Wie der Raum heute genutzt wird.
Der Raum wird erst in Bälde genutzt.
Tipps
- Die Schulleitungen müssen den Lead übernehmen.
Fazit
- Selbstständiges Lernen fördern: Lernarrangements sollen Kinder zur eigenverantwortlichen Arbeit in verschiedenen Sozialformen (Einzel-, Partner-, Gruppenarbeit) befähigen, unterstützt durch die Lehrperson als Lerncoach.
- Raumgestaltung als pädagogisches Element: Schulgebäude müssen vielfältige Lern- und Betreuungsformen ermöglichen und klare Trennung zwischen Lern-/Arbeitsbereichen und Erholungszonen bieten. Die Verspieltheit des Lernens soll sichtbar werden. Es gibt eine Indoor-Rutschbahn, Hängeschaukeln, etc.
- Lernlandschaften als Herzstück: Diese dienen als offene, flexible Räume für Bewegung, Gruppenarbeit, Begegnung und klassenübergreifendes Lernen – mit Sichtverbindungen für Aufsicht und Selbstständigkeit.
- Geborgenheit und Rückzug: Unterrichtsräume sollen schalltechnisch entkoppelt und individuell nutzbar sein, um Rückzug und konzentriertes Arbeiten zu ermöglichen – bei gleichzeitiger Übersicht durch die Lehrperson.
- Verkehrsflächen sinnvoll nutzen: Bewegungsfreiheit innerhalb eines Moduls ist erwünscht, Durchgangsverkehr von außen jedoch zu vermeiden; Verkehrsflächen sollen vollständig in die Nutzfläche integriert sein.
Kontaktdaten
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| Telefon: | 071 757 92 02 |
Die Primarschule Altstätten auf der Schulvisite-Karte von proEdu:
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